Interview mit Bruno Barth,
Spitzenkandidat der UBL:

Herr Barth, bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Wenn ich in den Stadtrat gewählt werde, werde ich als erstes…

… zusammen mit meinen UBL-Mitstreiterinnen und Mitstreitern das Wahlergebnis analysieren und unser weiteres Vorgehen besprechen. Wir werden überlegen, wie wir die in unserem Wahlprogramm beschriebenen Ziele am besten Stück für Stück umsetzen können.

Für was genau in Kohlscheid wollen Sie in der nächsten Legislaturperiode Mehrheiten finden? Wofür wollen Sie sich einsetzen?

Für Kohlscheid fehlt eine vernünftige Gesamtplanung mit realistischen Finanzierungsmöglichkeiten wie beim „Integrierten Handlungskonzept“ für Herzogenrath-Mitte.

Die Gesamtlösung ist wichtig, weil ein Plan für einen Teilbereich immer auch Auswirkungen auf andere Bereiche hat. Das gilt für den Verkehr ebenso wie z.B. für Einkaufmöglichkeiten. Bei letzterem sollten die Belange der (noch) vorhandenen „kleinen“ Geschäfte berücksichtigt werden, also z.B. kein großer Supermarkt im Bereich Markt/Langenberg, stattdessen eine Ergänzung wie einen Bioladen.

Die schon geplanten bzw. z.T. schon in der Umsetzung befindlichen Vorhaben wie Erweiterungsbau Gesamtschule, Neubau Hallenbad mit Sportplatz Forensberg, Sportplatz Oststraße mit neuem Umkleidetrakt, Neubau KiTa auf dem Gelände des ehem. Hallenbads müssen trotz der dramatisch verschlechterten Finanzsituation wg. der Corona-Pandemie fortgeführt werden.

Welches Ziel hat für Sie oberste Priorität?

Bei der Gesamtplanung für den Bereich Kohlscheid-Zentrum (siehe 2.) müssen die Betroffenen – Anwohner, Geschäftsinhaber, Bürgerinnen und Bürger – zuerst in die Planung einbezogen werden, z.B. durch „work-shops“, wie sie in Herzogenrath-Mitte zum „Integrierten Handlungskonzept“ durchgeführt wurden. Und nicht (wie bisher) einen fertigen Plan für Teilbereiche in einer Bürgerversammlung vorstellen und dann Anregungen, Einwände usw. einarbeiten oder eben auch nicht.

Wesentlich für mich ist auch, dass ökologische- und Umweltbelange stärker berücksichtigt werden. D.h. z.B. Flächenversiegelungen im größeren Stil nicht durch sog. „Ausgleichsmaßnahmen irgendwo“ zu kompensieren.

Wie und durch wen soll Ihrer Ansicht nach das neu entstehende Baugebiet neben der Markttangente entwickelt werden?

Auch hier sollte es ein Verfahren geben, in dem die Betroffenen zuerst einbezogen werden (siehe 3.). Federführend sollte die „Stadtentwicklungsgesellschaft“ sein, die für solche Zwecke gegründet wurde. Es muss eine „Angebotsplanung“ erfolgen, die Interessen von heutigen Eigentümern müssen gewahrt bleiben. Bezahlbarer Wohnraum sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden; mehr „Grün“ mit Aufenthaltsqualität sollte geschaffen werden.  Das Ganze ist ein Prozess über einen längeren Zeitraum mit zeitlicher Staffelung.

Gibt es sonst noch etwas, was Sie den Kohlscheider Wählern mit auf den Weg geben möchten oder was Ihnen wichtig ist?

Ich bin seit vielen Jahren Stadtratsmitglied, meine Schwerpunkte lagen und werden auch in Zukunft auf den Gebieten Schule, Umwelt, Jugend, Sport liegen. Meine Mitstreitrinnen und Mitstreiter bei der UBL bringen ihre jeweiligen Kompetenzen ein und runden so unsere Themenpalette ab (siehe unser Gesamtprogramm unter www.ubl-2020.de), Wir legen vor allem Wert darauf zu betonen, dass wir im Unterschied zu allen Anderen UNABHÄNGIG von Parteitagsbeschlüssen „oberer“ Ebenen sind; wir engagieren uns ausschließlich kommunalpolitisch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Herzogenraths.