Interview mit Stefan Becker,
Kandidat für das Amt des Bürgermeisters:

Herr Becker, bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Wenn ich zum Bürgermeister gewählt werde, werde ich als erstes…

…allen Bürgerinnen und Bürgern, die mich gewählt haben, herzlich danken.


Und diejenigen, die mich nicht gewählt haben, möchte ich durch gute und erfolgreiche Politik für alle Herzogenratherinnen und Herzogenrather in den nächsten fünf Jahren von mir überzeugen.
Ganz wichtig: Ich werde in Kohlscheid – und auch in Merkstein und Mitte – umgehend zu einer Stadtteilkonferenz einladen, um für meine Ziele zu werben, meinen „Kohlscheid-Fahrplan“ vorzustellen und um die Menschen und ihr direktes Feedback da abzuholen, wo sie leben.

Was genau wollen Sie in der nächsten Legislaturperiode in Kohlscheid umsetzen?

Ich will Kohlscheid ganzheitlich weiterentwickeln. Was bedeutet das konkret?

Kohlscheid soll stärker als bislang Aushängeschild und Visitenkarte unserer Stadt sein! Dazu gehört insbesondere, dass der unansehnliche Eingangsbereich der Roermonderstraße, wenn man aus Aachen kommend nach Kohlscheid einfährt, attraktiver gestaltet wird und wir den Rahmen schaffen, dass anstehende Investitionen – insbesondere in Immobilien – auch zügig umgesetzt werden können.

Kohlscheid braucht dringend ein neues optimiertes Verkehrskonzept! Dazu sind Verkehrsanalysen nötig, um daraus ableitend passgenaue Lösungsvorschläge zu entwickeln mit dem Ziel, die gesamte Verkehrsproblematik deutlich zu entschärfen.

Kohlscheids Markt hat noch mehr Potenzial, das ich heben will! Der Markt wird in meiner Kohlscheider Stadtteilkonferenz zentrales Thema sein, ebenso wie der Einzelhandel und seine Perspektiven – insbesondere an der Südstraße. Ich bin der Überzeugung, dass wir den Markt noch familien- und generationenfreundlicher, z.B. durch zusätzliche attraktive Begegnungsstätten, und auch für den Bereich der Nahversorgung weiterentwickeln können, im Dialog mit den Menschen aus Kohlscheid. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass alle Alters- und Zielgruppen in den Dialog eingebunden werden.

Kohlscheids Sportvereine sind Leistungsträger unserer Stadt! Ich will mit ihnen gemeinsam einen runden Tisch installieren, um Themen wie Sportinfrastruktur (insbesondere Neubau Hallenbad), Förderung der Jugend, Vernetzung von Grundschulen / OGS und Vereinen sowie Ausbau der Sportangebote für die ältere Generation ausreichend Raum zu geben, damit wir die Rahmenbedingungen für Vereine, Ehrenamt und Sport gemeinsam nachhaltig verbessern können.

Ich will gemeinsam mit der CDU den Schulstandort Kohlscheid stärken und die Realschule dauerhaft erhalten! Das Schulgebäude dient darüber hinaus Vereinen als Heimat und bietet einen wichtigen Veranstaltungsraum für die Kohlscheider Bürgerinnen und Bürger.

Wir müssen das Gewerbegebiet zwischen Kohlscheid und Aachen mit 6,5 ha angehen, uns dabei interkommunal klug positionieren und in Zeiten des Strukturwandels alles dafür tun, um Eckpfeilern unserer Wirtschaft – wie z.B. den Unternehmen Aixtron und Enwor – dabei zu helfen, dass ihr Standort und damit verbunden viele Arbeitsplätze in Kohlscheid dauerhaft gesichert werden.

Welches Ziel hat dabei für Sie oberste Priorität?

Alle Punkte und Forderungen unter 2) haben für mich höchste Priorität. Von zentraler und übergeordneter Bedeutung für mich ist dabei, dass wir schrittweise durch die Umsetzung der einzelnen Punkte die Lebensqualität für die Menschen in Kohlscheid nachhaltig verbessern. Dazu gehört auch, dass das Integrierte Handlungskonzept für Kohlscheid weiter auf der Agenda bleibt und – sobald es die Rahmenbedingungen zulassen – umgesetzt wird.

Wie und durch wen soll Ihrer Ansicht nach das neu entstehende Baugebiet neben der Markttangente entwickelt werden?

Viele der Grundstücke entlang der Osttangente gehören privaten Eigentümern. Mit ihnen müssen wir als Stadt ins Gespräch kommen, um vorhandene Sorgen und Hürden abzubauen und Handlungsspielräume für Kohlscheid und damit ganz Herzogenrath zu gewinnen (kaufen, planen, bauen). Wichtig ist mir vor allem, dass bei städtischen Liegenschaften ein Sozialplan erstellt und genügend altersgerechter bzw. sozialer Wohnraum geschaffen wird. Wohnen darf kein Luxus und sollte möglichst barrierefrei möglich sein.

Wie stellen Sie sich den weiteren Ausbau von Effektivität und Bürgernähe in der städtischen Verwaltung vor?

Ganz klar: Ich möchte zum einen regelmäßige Stadtteilkonferenzen in Kohlscheid, Mitte und Merkstein etablieren und die Menschen in Kohlscheid da abholen, wo sie wohnen und leben. Darüber hinaus möchte ich den Service der Stadtverwaltung – insbesondere für die ältere Generation – ein Stück weit zu einem aufsuchenden städtischen Service weiterentwickeln. Dabei schwebt mir vor, bspw. Menschen ab 70
Jahren das Angebot zu machen, dass wir eine Bürgersprechstunde auch bei ihnen zu Hause anbieten und wir ihre Anliegen persönlich „abholen“ – zeitlich individuell auf die Bedürfnisse der Älteren zugeschnitten.

Gibt es sonst noch etwas, was Sie den Kohlscheider Wählern mit auf den Weg geben möchten oder was Ihnen wichtig ist?

Kohlscheid ist der Stadtteil mit dem größten Entwicklungspotential, auch wegen der direkten Nähe zu Aachen.
Eine ganz große Bitte habe ich tatsächlich: Auch wenn es bequem ist, im Internet Waren zu bestellen – unterstützen Sie bitte so gut es geht den lokalen Einzelhandel in Kohlscheid! Er ist das wirtschaftliche Herz und Aushängeschild in Kohlscheid. Geben Sie ihm die Chance, zu zeigen, wie wertvoll er für unseren Alltag ist und sein kann. Ich will keine Stadtteile, in der der Einzelhandel weiter ausblutet, sondern Stadtteile, in denen der Einzelhandel eine dauerhafte Perspektive hat, die von uns allen gemeinsam geschaffen wird – und zwar durch unser Einkaufsverhalten.

Sie können mich jederzeit persönlich anschreiben: stefan.becker@cdu-herzogenrath.de.

Weitere Informationen finden Sie aktuell unter www.cdu-herzogenrath.de und bald auch unter www.stefan-becker.info.